Der Energiebedarf steigt von Jahr zu Jahr konstant an, und auch die Preise für von den großen Energieversorgern gelieferte Energie steigen gleichzeitig. Aus diesen Gründen suchen immer mehr Menschen nach möglichst vorteilhaften Lösungen, um ihre monatlichen Energiekosten zu senken.
In letzter Zeit sind in Europa Gemeinschaften für erneuerbare Energien entstanden – ein geniales System, das das Potenzial hat, den Energiemarkt sowie die Art und Weise, wie Energie verbraucht wird, neu zu definieren. Selbst in Rumänien werden Schritte unternommen, um die notwendige Gesetzgebung vorzubereiten, damit die Rumänen solche Energiegemeinschaften gründen können.
Was ist eine Gemeinschaft für erneuerbare Energien?
Eine Gemeinschaft für erneuerbare Energien (REC) ist eine Gruppe, die aus Prosumenten und Konsumenten besteht – entweder Privatpersonen oder lokale Organisationen –, die zusammenarbeiten, um gemeinsam Energie zu erzeugen, zu speichern, zu teilen und zu verbrauchen.
Diese Art von Gemeinschaft nutzt erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaikanlagen oder Windturbinen. Das Hauptziel der Gemeinschaft ist nicht die Gewinnerzielung, sondern die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kollektivs zu fördern.
Die Mitglieder dieser Gemeinschaften beteiligen sich aktiv an allen Prozessen, einschließlich Verwaltung, Planung, Finanzierung und Wartung. Dadurch werden die Betriebskosten erheblich reduziert, und aufgrund der weitaus höheren Produktion im Vergleich zur individuellen Erzeugung sinkt der Preis pro kW signifikant.
Dies erhöht nicht nur das individuelle und kollektive Wohlbefinden, sondern verringert auch die Abhängigkeit von traditionellen Energieversorgern und entlastet die nationalen Stromnetze.
Welche Vorteile bietet eine Gemeinschaft für erneuerbare Energien?
- Reduzierung der Energiekosten – Durch die lokale Energieerzeugung und die Nutzung erneuerbarer Quellen können Gemeinschaften die Produktionskosten erheblich senken. In Spanien gibt es eine solche Gemeinschaft, die Einsparungen von bis zu 62 % bei der jährlichen Stromrechnung erreicht hat. Dies ist möglich, da keine Transportgebühren oder hohe kW-Preise anfallen, wie es bei herkömmlichen Systemen der Fall ist.
- Positive Auswirkungen auf die Umwelt – Da die Energie lokal und zu 100 % aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, leisten diese Gemeinschaften einen erheblichen positiven Beitrag zum Umweltschutz.
- Stärkung des sozialen Zusammenhalts – Durch die aktive Beteiligung an der Entwicklung und dem Betrieb eines solchen Energieprojekts werden soziale Bindungen gestärkt. Die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft kann intensiviert werden.
- Schaffung von Arbeitsplätzen – Die Verwaltung und Wartung dieser Systeme können neue Arbeitsmöglichkeiten für die lokale Gemeinschaft schaffen.
Energiesicherheit – Dezentrale Energieversorgung ist eine der besten Möglichkeiten, wie sich Gemeinschaften vor potenziellen Problemen traditioneller Versorgungssysteme schützen können, darunter:
- Niedrige Netzspannung;
- Stromausfälle;
- Hohe Preisschwankungen;
- Geplante Wartungsunterbrechungen.
Der Übergang zu einer 100 % grünen Welt ist schwierig, doch eine Gemeinschaft für erneuerbare Energien könnte eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten sein, diesen langwierigen Prozess zu beschleunigen.
Angesichts der starken Unterstützung seitens der Regierungen sowie der Verbraucher ist es nicht überraschend, wenn dieses System in den kommenden Jahren zum Standardmodell wird, durch das Menschen erneuerbare Energie zu wesentlich niedrigeren Kosten nutzen können und gleichzeitig einen deutlich positiveren ökologischen Einfluss leisten.



